She's Mercedes Interview

Leonie Moos | Grace

Dieses Interview erschien ursprünglich im She's Mercedes Newsletter.


Ich bin Leonie Moos, Head of Program bei Grace. Ich freue mich, euch im heutigen Newsletter drei der Teilnehmerinnen unseres letzten Summer Camps vorzustellen. Heute, nur ein halbes Jahr später, haben sie ihre erfolgreichen Karrierepfade verlassen, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen:



Foto: Stefanie Kresse

Carina Hader entwickelt „nayca – Das Wärmeherz“, eine diskrete, wiederverwendbare Wärmequelle, die Periodenschmerzen auf Knopfdruck lindert.


Carina ist 30 Jahre, lebt in München, sie hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und nach dem Studium eine klassische Konzernkarriere in diesem Bereich begonnen. Die Idee für nayca wurde aus der Not heraus geboren.

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit arbeitete sie gerade an einem Patent. „Ich wollte mit einem bestimmten Salz hohle Faserverbundbauteile schnell und kostengünstig herstellen. Dafür stand ich jeden Tag in der Werkstatt. An einem Tag hatte ich mal wieder starke Periodenschmerzen. Und keine Wärmflasche dabei, die mir immer gut half. Mir wurde plötzlich bewusst, dass dieses Salz eine grandiose wiederverwendbare Wärmequelle ist – also perfekt gegen Periodenschmerzen.“ Die Überlegung ließ Carina nicht mehr los.

Auf den grundsätzlichen Gedanken, zu gründen, brachte sie ihr Vater Bruno Hader. Er hatte seine Konzernkarriere mit dem Ziel beendet, ein für sich und gesellschaftlich sinnhaftes Projekt zu finden. Deshalb hat sie sofort an ihn als Business-Partner gedacht. „Er hat sich meine Idee von nayca angehört. Seine erste Reaktion war jedoch eher verhalten und skeptisch. Eine Woche später rief er mich an und hatte sich entschieden, nayca mit mir zu entwickeln. Er hatte rund um das weitverbreitete Problem von Menstruations- beschwerden recherchiert. Der hohe Bedarf an einem Produkt, das so vielen Frauen helfen kann, und der Antrieb, aktiv dazu beitragen zu können, ein Tabuthema zu entstigmatisieren, hatte auch ihn überzeugt. Wir waren Feuer und Flamme, es tatsächlich anzugehen.“

Anfangs ging Carina davon aus, dass nayca ein einfach herzustellendes Produkt sei. Aber wichtige Bedingungen wie absolute Diskretion, Tragekomfort und eine hohe Qualität mit wiederverwendbaren Materialen zu gewährleisten, stellen eine große Herausforderung dar. Und auf einmal war da nicht mehr nur Euphorie und Tatendrang, sondern viel Ungewissheit und Risiko. „Ich habe mich gefragt: Lässt es sich so überhaupt realisieren? Wie bekommen wir das finanziell gestemmt?“


Foto: Stefanie Kresse

Die Möglichkeit des Scheiterns steht beim Gründen immer im Raum. Für Carina geht es deshalb nicht ohne eine große Portion Optimismus: „Das kann mir natürlich mit nayca passieren. Aber scheitern bedeutet für mich nicht, erfolglos zu sein. Man muss sich damit auseinandersetzen, welches Risiko man eingeht und was es für einen selbst bedeutet.“ Carina blickt pragmatisch nach vorne: „Es gibt für alles eine Lösung, daran muss man sich auch selbst immer wieder erinnern. Einen Plan machen, den man Schritt für Schritt abarbeiten kann, hilft mir ungemein.“

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©2020 nayca.de

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